Sa 28.01. 2012

Russian Style Diskoteka


Postgarage Graz-Gries, Dreihackengasse 42, 8020 Graz | www.postgarage.at


Dj's: Krendel & Sid Data

Beginn: 22:00 / 1st floor

Eintritt: € 5.- vor / € 7.- nach 23:00
€ 1.- Ermäßigung für Studentinnen mit Ausweis
€ 1,50.- Ermäßigung für spark7 members und ESN Card Inhaber/-innen

Nicht immer sehen die Guten auch so aus und nicht immer zeigen sich die Bösen sofort als solche erkenntlich. Oft trottet ein gutes Herz in einer verlausten, räudigen Erscheinung durch die Gassen und kalte Herzlosigkeit versteckt sich hinter einem betörendem Antlitz.
An der Moskauer Metrostation Mendelejewskaja (russ. Менделеевская), die nach dem russischen Chemiker Dmitri Iwanowitsch Mendelejew benannt wurde, tauchte Mitte der 90er Jahre ein gelb-brauner Mischlingsrüde auf. Nichts Neues  für die russische Hauptstadt, wo sich zehntausende herrenlose Hunde auf den Straßen tummeln. Schon der Schriftsteller Michail Bulgakow schrieb 1925 in seinem Roman «Ein Hundeherz» über den Straßenköter Bello, der von Wissenschaftlern die Hoden und das Herz eines Alkoholikers verpasst bekam. Der herrenlose Streuner an der Mendelejewskaja-Station aber wurde von den Betreibern der umliegenden Läden und den Pendlern sofort ins Herz geschlossen. Sie tauften ihn auf den Namen «Maltschik» was soviel wie «Junge» oder «Bursche» bedeutet. Maltschik revanchierte sich für Zuneigung und Futter mit seiner Wachsamkeit. Er sah die Anrainer der Station als sein familäres Rudel und das Gebiet als sein persönliches Revier an, vertrieb andere streunende Hunde und passte auf die Geschäfte auf, wenn die Besitzer Erledigungen tätigen mussten. Trotz seiner fehlenden Hundeerziehung verfügte er über ausgezeichnete Manieren und behandelte aller mit der gleichen liebenswürdigen Freundlichkeit.
Eines Tages spazierte das gescheiterte Model Juliana Romanowa mit ihrem Kampfhund durch die U-Bahn-Unterführung. Maltschik bellte den Hund kurz an, wie es Hunde eben zu tun pflegen. Völlig unerwartet ließ daraufhin Juliana Romanowa ihren eigenen Hund von der Leine und hetzte ihn auf den Streuner. Gleichzeitig zückte sie ein Messer und stach wie von Sinnen auf den Hund ein, der kurz darauf an den tödlichen Verletzungen starb. Dieser Vorfall erzürnte die  Freunde des liebenswerten Streuners Maltschik so sehr, dass Tage darauf eine Welle an Presseberichten erschien, die die unverständliche und hässliche Tat der schönen, jungen Frau verurteilten. Juliana Romanowa wurde schließlich wegen schwerer Tierquälerei in eine Anstalt eingewiesen und Maltschik bekam ein Denkmal, das inzwischen als Touristenattraktion gilt. An der Gestaltung des Denkmals war unter anderem auch der Sänger Pjotr Nalitch beteiligt.